SPD Rielasingen-Worblingen

 

Ablehnung von Investivlöhnen

Veröffentlicht in Arbeitsgemeinschaften

Beschlossener Antrag der Juso-Kreismitgliederversammlung 28.03.2007 und Antrag des Juso-Kreisverbandes für die Juso-Landesdelegiertenkonferenz

Wir Jusos lehnen Investivlöhne ab.

Begründung:
Können Beschäftigte frei entscheiden, was sie mit ihrem Lohn machen, kaufen sie nur in den seltensten Fällen Unternehmensbeteiligungen, da vieles von ihrem Lohn für notwendige Ausgaben, wie Miete, Nahrungsmittel etc. aufgebraucht wird. Nimmt man ihnen einen Teil des Lohnes weg und investiert dieses in das Unternehmen, statt es den Arbeitnehmern auszuzahlen, so tauschen die Arbeitnehmer ihren Lohn gegen das vage Versprechen auf zukünftiges Kapitaleinkommen. In der Regel erhält ein Beschäftigter seinen Investivlohn aber erst nach Ausscheiden aus dem Unternehmen zurück. Einen Gewinn zieht er daraus aber nur im günstigsten Fall. Geht das Unternehmen pleite, erhält er nichts. Beschäftigte tragen das Risiko am Unternehmensrisiko über den Investivlohn mit, haben aber keinen Einfluss auf die Unternehmensentscheidungen. Darum wäre im günstigsten Fall ein Investivlohn on-top, also ein Lohn über Unternehmensbeteiligungen, der zusätzlich zu den Tarifsteigerungen ausgezahlt werden würde, zu begrüßen. Da aber hier einige Unsicherheiten bestehen, wie zum Beispiel die Frage, ob ausgezahlte Investivlöhne von der Arbeitgeberseite nicht doch zur Rechtfertigung ausbleibender Tarifsteigerungen verwendet werden können, ist auch dieser abzulehnen. Weitere Unsicherheiten bestehen hinsichtlich von Absicherung in Konkursfällen sowie betreffend der Versteuerung von Investivlöhnen.

 

Kommentare

Zu Artikeln, die älter als 90 Tage sind, können keine Kommentare hinzugefügt werden.

kommentar zur Ablehnungsbegründung

Wenn ich das alles so lese, muss ich leider feststellen ,dass sich bei den JUSOS das Denken in den in den letzten 40-50 Jahre nicht geändert hat. Immer noch die alten Parolen aus grauer Vorzeit. Um die Abhängigkeit der arbeitenden Bevölkerung vom Wohlwollen des Kapitals zu beenden müssen sie selber am Kapital beteiligt sein. Intelligente Lösungen hierzu sind vorhanden. Warum wol verlieren die Gewekschaften immer mehr Mitglieder ? weil es die Arbeitnehmer leid sind, sich dauernd mit überholten Parolen Gängeln zu lassen. Von unsern Jungen erwarte ich Aufbruch und Mut zu neuen Ufern, und nicht die blinde Übernahme überholten Denkens

Autor: Werner Klamt, Datum: 30.04.2007, 22:34 Uhr