SPD Rielasingen-Worblingen

 

Sorge ums Verkaufspersonal

Veröffentlicht in Presseecho


von links nach rechts: Peter Kuppel, René Frey, Heinz Staschik, Gudrun Breyer, Jutta Gold, Werner Klamt

SÜDKURIER 11.05.2007 von SUSANNE GERMANN-RÖHM

Rielasingen-Worblingen
Über verlängerte Ladenöffnungszeiten diskutierte der SPD-Ortsverein Rielasingen-Worblingen in seiner Hauptversammlung. Einig waren sich die Anwesenden, dass Öffnungszeiten bis 22 Uhr nicht mehr Umsatz bringen, sondern höhere Kosten und mehr Belastungen für die Beschäftigten. Kreisrat Willi Horne erhielt als Zweiter überhaupt den Ehrenbrief der SPD für sein fast 40-jähriges Engagement in der Partei (siehe "Leute").
Der neue Vorstand des SPD-Ortsvereins Rielasingen-Worblingen blickt optimistisch in die Zukunft. Im Bild (von links) Peter Kuppel, René Frey, Heinz Staschik, Gudrun Breyer, Jutta Gold und Werner Klamt.

Rielasingen-Worblingen - Zur Diskussion über verlängerte Ladenöffnungszeiten waren der Inhaber der Metzgerei Muffler und Beisitzer im Handels- und Gewerbeverein, Martin Hollweck, der Betriebsratsvorsitzende von Karstadt Konstanz, Juris Reksans, und der Vorsitzende für die Berufsschulen im Landesschülerbeirat und Auszubildende des Jahres 2006 bei der Edeka Südwest, Philipp Pütz, gekommen. "Mit längeren Öffnungszeiten können wir nicht mehr Umsatz erzeugen, haben aber höhere Kosten und weniger Verdienst und die Mitarbeiter kommen noch später nach Hause", brachte es Juris Reksans auf den Punkt. Von Öffnungszeiten bis 22 Uhr würden nur wenige profitieren und die Nahversorger immer weniger werden.

"Je später der Abend, desto mehr Suchtkäufe beobachte ich in unserem Markt", sagte Philipp Pütz, der im Singener Münchow-Markt als Auszubildender arbeitet. Leute, die früher noch mal schnell zur Tankstelle gefahren seien, kämen jetzt spät, um sich noch mit Spirituosen oder auch Grillgut zu versorgen. Bei den Mitarbeitern leide das Vereins- und Familienleben deutlich, so Pütz. Metzgermeister Martin Hollweck hat in seiner Metzgerei besonders freitags nachmittags und samstags schon Umsatzeinbrüche festgestellt. "Das können wir nur durch mehr Party-Service etwas auffangen", sagte er. Früher habe es in der Gesamtgemeinde Rielasingen-Worblingen sieben Metzgereien gegeben, heute seien es nur noch zwei. Auch sein Betrieb habe die Mitarbeiterzahl von früher 25 auf jetzt 15 reduzieren müssen. Die Preise, die er für Fleisch bekomme, lägen niedriger als vor 25 Jahren.

Juris Reksans begrüßte es, wenn sich eine Gemeinde auf gemeinsame Öffnungszeiten einigt, wie es der City-Ring in Singen gemacht habe. Große Discounter-Märkte hielten sich dennoch nicht an solche Vorgaben. Reksans sprach auch von einem hohen Druck, der auf die Beschäftigten ausgeübt werde. "Wer Rechte einfordert, hat ganz schnell die Kündigung". Es sei allerdings auch eine Sache der Bürger, die entscheiden, wo sie einkaufen. Nach der Diskussion wählte der Ortsverein einen neuen Vorstand. Veränderungen gab es bei der Position des Schriftführers, die Werner Klamt übernahm. Außerdem wurden Peter Kuppel und Heinz Staschik zu neuen Beisitzern gewählt. Der Ortsverein plant demnächst eine Veranstaltung zu erneuerbaren Energien.

 

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