SPD Rielasingen-Worblingen

 

Bürger werden befragt

Veröffentlicht in Gemeindenachrichten

WOCHENBLATT vom 23.05.2007
Rat in Rielasingen-Worblingen stimmt für Ortsumfahrung

Rielasingen/Worblingen (frö). Der Gemeinderat von Rielasingen/Worblingen hat in seiner letzten Sitzung am Montag Abend über eine neue Variante der Ortsumfahrung beschlossen.

Herbert Stumpp vom Regierungspräsidium Freiburg erläuterte die neuesten Pläne. Die Trasse der Ortsumfahrung soll optimiert werden. Gegenüber der bisherigen Planung ist eine Alternativstraße erarbeitet worden. Die Tunnellänge durch das Rosenegg soll verkürzt werden von 440 auf 413 Meter, dafür würde die Umfahrung um circa 75 Meter länger. Auch die verlegte Münchriedstraße würde etwas länger. Statt des bisher geplanten Kreisels an der Anbindung Grenzstraße/Hofenackerstraße sollen die beiden Straßen stumpf an die Umfahrung angebunden werden. Für die Hofenackerstraße ist eine Überführung geplant. Damit kann der Verkehr flüssiger gehalten werden. Die Münchriedstraße käme unter eine Trasse. Die neue Begleitplan bringt keine Nachteile für den Naturschutz. Die Kosten fallen um etwa 300.000 Euro günstiger aus. Barbara Kammerer von den freien Wählern wollte grundsätzlich der Ortsumfahrung nicht zustimmen. "Bei jeder neuen Planung kommen immer wieder neue Einschnitte zum Vorschein", sagte die Rätin. Der Hofenacker würde durchschnitten, es bestünden erhebliche Zweifel, ob die Umfahrung überhaupt eine Entlastung bringe. Jedenfalls müsse man wesentliche Einschnitte in die Gemarkung hinnehmen. Reinhard Pröll von der CDU hob noch einmal auf die Lärmschutzmaßnahmen ab. Mit deren Akzeptanz stehe und falle das gesamte Projekt. Auch Clemens Schlatter von den freien Wählern verweigerte dem Projekt die Zustimmung. Ebenso Karl-Heinz Möhrle von der SPD. Es gäbe einen erhöhten Landschaftsverbrauch, Naherholungsgebiete würden zerstört, und der Einzelhandel würde geschwächt. Bürgermeister Ralf Baumert schlug vor, die neue Variante in einer Bürgerversammlung vorzustellen. Ein Bürgerentscheid oder ein Bürgerbegehren würde nach der Gemeindeordnung ausscheiden, gegen eine Bürgerbefragung jedoch spräche nichts. Das wurde vom Rat angenommen. So könne man dem Projekt eine breite Basis geben. Die Bürgerbefragung hat keine Rechtsverbindlichkeit, aber sie ist geeignet, den Räten ein Stimmungsbild aus der Bevölkerung zu geben. Rudolf Caserotto mahnte an, man müsse über den Tellerrand hinausschauen. Der Ortskern sei seit Jahren in Mitleidenschaft gezogen, deshalb mache eine gutgeplante Ortsumfahrung Sinn. Die Mehrheit des Rates stimmte der neuen Variante zu. Eine Bürgerbefragung in der Rosenegghalle wird stattfinden.

 

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